Aufsteh’n, aufeinander zugeh’n

Eine Kampagne von, für und mit abseits

Wie es ist, wenn man ins Abseits gerät, sprichwörtlich am Boden und mit der Gesellschaft nicht mehr auf Augenhöhe ist, davon können die Menschen, die bei uns täglich ein- und ausgehen, im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied singen. Und genau das tun sie jetzt auch!
Die Verkäuferinnen und Verkäufer unserer Straßenzeitung gehören seit vielen Jahren fest zum Osnabrücker Stadtbild. Ebenso bekannt ist mittlerweile auch unser Chor, der seit sieben Jahren immer mittwochs zum gemeinsamen Singen einlädt. Doch auch trotz des Engagements, das die verschiedenen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in der Vergangenheit an den Tag gelegt haben, gilt Wohnungslosigkeit in der Gesellschaft noch immer als Tabuthema. Genau das wollen wir ändern!

„Unser Motto 'Aufsteh’n, aufeinander zugeh’n' gilt nicht nur für den Verkäufer von abseits, der seinen Kunden stets auf Augenhöhe begegnet, sondern auch für alle Unterstützer der Zeitung, die mit ihren Spenden und Inseraten für die gute Sache ein- und besonders eben: Aufsteh’n.“  - Thomas Kater

Viele Menschen kennen wohl den Song des Pfarrers und Liedermachers Clemens Bittlinger, der unserem Projekt letztlich auch seinen Titel verlieh. Zusätzlich zum abseits-Chor konnten wir den Unipopchor der Universität Osnabrück für das Gemeinschaftsprojekt begeistern. In den gemeinsamen Proben entwickelte sich das Stück für die Sängerinnen und Sänger zu einem echten Ohrwurm und veranschaulichte bereits dort auf eindrucksvolle Art und Weise, dass die Beteiligten das Motto der Kampagne verinnerlicht haben.

Neben den beiden Chören sind im Video auch zahlreiche Orte aus Osnabrück zu sehen, die symbolisch für Wohnungslosigkeit stehen und veranschaulichen, wie leicht Menschen im Abseits übersehen werden. Während wir an belebten Orten wie der Bremer Brücke feiern, vom Hauptbahnhof aus eine Reise antreten oder auf dem Weg zum Einkaufen das Heger Tor passieren, gibt es wenige Schritte entfernt Plätze, an denen Wohnungslose ihre Nächte verbringen. Wir hoffen, dass sich dieses Video auch über die Grenzen Osnabrücks hinaus verbreitet und einen großen Anklang findet. Denn: Wenn die Leute nicht nur den Gesang oder die Bilder, sondern auch unsere Botschaft wahrnehmen und wenn wir dadurch in der Gesellschaft einen intensiveren Diskurs über Wohnungslosigkeit anstoßen können, hat die Kampagne ihr Ziel erreicht.

 

AufDreh 1

AufDreh 2

Ein besonderer Dank

Wie kann eine Straßenzeitung, die darauf ausgelegt ist, die eigenen Verkäufer mit der Hälfte des Verkaufspreises finanziell zu unterstützen, sich solch eine teure Videoproduktion leisten? Eigentlich gar nicht. Doch trotzdem oder gerade deshalb fand sich in Osnabrück ein ganz besonderes Team für diese ehrenamtliche Gemeinschaftsarbeit zusammen. Unser besonderer Dank gilt deshalb allen Mitwirkenden und ehrenamtlichen Unterstützern.

Mitwirkende:

Gesang: abseits-Chor, Unipopchor Osnabrück, Visagistin: Ewa Braetz, Video: Marie Katzer und Raoul Nikulla, Ton: Joschua van der Veen, Gitarrenbegleitung und Chorleitung abseits-Chor: Markus Strothmann, Arrangement und Chorleitung Unipopchor: Aaron Bredemeier, Idee und Konzept: Stiehl/Over Markenkommunikation

Dank an: Clemens Bittlinger (Musikrechte), Haus der Jugend Osnabrück, VfL Osnabrück, Stadt Osnabrück, Osnabrücker ServiceBetrieb, Bistum Osnabrück

Unser Spendenkonto

Sparkasse Osnabrück

Soziale Dienste SKM gGmbH

IBAN: DE73 2655 0105 1512 7200 85

BIC: NOLADE22XXX

Verwendungszweck: abseits